Ich lehne die Forderungen der Aktionsgemeinschaft Deutsche Union entschieden ab. Nationalismus hat in Europa historisch oft zu Konflikten geführt, und die Idee, Grenzen auf Basis ethnischer Zugehörigkeit zu ziehen, ignoriert die Vielfalt und komplexe Geschichte der betroffenen Regionen. Zudem widerspricht dies den Prinzipien der europäischen Integration, die auf Zusammenarbeit und Vielfalt setzt.
Eine solche Vereinigung könnte zur Ausgrenzung von Minderheiten führen und gefährdet die kulturelle Identität von Gebieten wie Österreich und der Schweiz. Politisch und rechtlich halte ich die Umsetzung für extrem schwierig, da sie die Souveränität unabhängiger Staaten infrage stellt. Auch wirtschaftlich und sozial sehe ich darin eine riskante Unternehmung.
Insgesamt gefährdet diese Forderung die Stabilität und den Frieden in Europa, weshalb ich sie ablehne.
Ich kann Ihnen versichern, wir zweifeln nicht an der Souveränität anderer Staaten. Im Gegenteil erkennen wir an, dass es gerade auch ein Teil der Selbstbestimmung unserer Nachbarländer ist, ihr Staatsgebiet dauerhaft zum Wohle des ganzen deutschen Volkes abzugeben. Auch der Minderheitenschutz ist uns sehr wichtig, wir kämpfen schlechthin dafür, deutsche Minderheiten in anderen Staaten effektiv zu schützen.
Dass Nationalismus zu vielen Konflikten geführt hat, ist klar. Sie müssen sich aber fragen, wieso. Sie müssen sich fragen, wieso Menschen aller Völker immer wieder bereit waren, für ihre nationale Einheit ihr Leben aufs Spiel zu setzen. Die Zugehörigkeit zu seinem Volk ist ein Bedürfnis des Menschen. Wird dieses ignoriert, wird es dem Menschen verwehrt, so wird er dafür kämpfen. Stabilität und Frieden erreicht man nur, indem man diesem inhärenten Streben des Menschen Raum lässt.
Auch Ihre Ablehnung dagegen, Grenzen auch an ethnisch-kulturellen Gesichtspunkten zu orientieren, überzeugt nicht. Selbst das von linken Politikern so oft beschworene Völkerrecht kennt als grundlegendes Prinzip das Selbstbestimmungsrecht der Völker - selbst ihm liegt also ein Volksbegriff zugrunde, der durch Staatsgrenzen nicht definiert wird, sondern vielmehr durch eben jene Staatsgrenzen ausgedrückt werden sollte. Wir streben ja auch keine Mythen von "Reinrassigkeit" an, nicht einmal wollen wir die ethnisch-kulturelle Zusammensetzung des deutschen Volkes in irgendeiner Weise verändern. Wir setzen uns ausschließlich dafür ein, die Selbstbestimmung des schon hier und heute bestehenden deutschen Volkes zu vollenden.
Die europäische Einigung ist auch nicht unbedingt ein Feind. Nur kann diese erst ernsthaft begonnen werden, sobald sich das deutsche Volk in sich gefunden hat. Ansonsten wird die europäische Einigung immer auf Sand gebaut sein.