//Zum Thema Symbolik ist auch immer der Kontext und die Betrachtung wichtig. Ein Beispiel; in Lettland sind Hammer und Sichel verboten, Hakenkreuze sind erlaubt - wenn auch nicht unbedingt gerne gesehen. Am Nationalfeiertag sieht man sogar manchmal noch sehr rechte Gruppen in SS-Uniformen marschieren, die Hakenkreuzbandagen tragen. Diese feiern bzw. gedenken den lettischen SS-Milizen, die sie von den Russen "befreit" haben. In der heutigen Geschichtsbetrachtung gilt in der lettischen Gesellschaft die Beherrschung durch Stalin und die Sowjetunion als "schlimmer", als die Besetzung durch das dritte Reich.
Das war jetzt einfach nur eine ganz objektive Darstellung, ohne Wertung. Ich finde es nur teilweise echt spannend - bisweilen verstörend überraschend - welchen Blick unsere gar nicht weit entfernten europäischen Nachbarn auf die Geschichte haben.
// Das ist ein sehr spannendes Thema. Auch in Ländern wie Polen wird die sowjetische "Befreiung" nicht als Befreiung empfunden, aber zugleich gibt es auch eine starke Abneigung gegen die Hakenkreuzfahne.